Mitternachtsturnier Mickten am 18.10.03

 

Mal etwas ganz anderes war das Doppel-Mitternachtsturnier in Dresden.

Statt am Wochenende schon zu unchristlichen Zeiten vom Wecker aus dem Bett geschmissen zu werden, konnten (und mussten) wir für diese Veranstaltung ausschlafen. Denn wie sich rausstellte, war ein wacher Geist und ein ausgeruhter Körper durchaus von Vorteil.

Das Turnier sollte halb oder um neun abends losgehen, doch wir hatten uns etwas in der Zeit verkalkuliert und sind so schon gegen acht an der Turnhalle gewesen.

Nach und nach sind alle eingetrudelt. Eine der ersten „sportlichen“ Aktivitäten an diesem Abend war das Zurechtrücken der Hochsprungmatten. In der Mitte der Halle boten sie ein durchaus komfortables Bett mit einer sehr guten Aussicht. Sogar die Schlafsäcke wurden fast noch vorm Umziehen ausgerollt. Doch zum Schlafen kam man nicht wirklich.

Die Dresdener hatten sich nicht für das übliche Doppel-KO-System entschieden, sondern mal zwei andere Spielsysteme genutzt. Dadurch kamen wir alle zu wesentlich mehr Spielen als sonst, und dass nicht nur wegen der hohen Zahl an Damen ( Danke an die Zwenkauer!). Außerdem waren die Pausen zwischen den Spielen nicht so lang, was sehr angenehm war, vorallem bei fortgeschrittener Zeit. (Man blieb schön warm und wach.)

Es wurden sowohl im Doppel als auch im Mixed zwei Gewinnsätze bis elf gespielt. Nach der ersten Runde im Mixed, führten ein paar kleine Probleme mit dem Spielsystem zum Vorziehen der Doppel und zwar in einem veränderten Modus. Einige spannende Spiele später endete das Turnier so gegen sechs Uhr morgens mit der Siegerehrung. Nochmals ein Lob auf die Kreativität der Pokalgestalterin. Sie sahen wunderbar aus! Doch nur ein paar konnten sich glücklich schätzen diese Kunstwerke mit nach Hause zu nehmen.

Obwohl wahrscheinlich alle mehr oder weniger müde waren, herrschte noch immer eine ausgelassene Stimmung, die auch das gemeinsame Frühstück dominierte, zu dem wir kurz nach dem letzten Pokal aufgebrochen sind. Gestärkt konnte dann die Rückfahrt beginnen. Zuhause ist bestimmt jeder „tot“ ins Bett gefallen, aber das hatten wir uns auch verdient.

Wer dieses Jahr nicht dabei war, dem soll gesagt sein, er hat was verpasst. Denn trotz kleiner Schwierigkeiten, schließlich war es die erste Veranstaltung dieser Art, empfand ich dieses Turnier als durchaus gelungen. Ein Lob also auch an die Organisation.

Trini Schnatt